Museums News

27.4.07

Museumserweiterung und Ausstellung "Glas im Licht" eröffnet.

Am Freitag den 27.4.07 konnte das 1911 durch Dr. Georg Thierer eingerichtete und in den letzten zwei Jahren mit Fördergeldern der Europäischen Union aus dem Programm LEADER+ sowie Unterstützung der Gemeinde Gerstetten und vielen Spenden erweiterte und umgebaute Museum sowie die diesjährige Sonderausstellung „Glas im Licht“ eröffnet werden.

In seinem Gruß Wort sprach Bürgermeister Polaschek Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Vorstand Jäger bedankte sich bei seinen Helfern den Handwerkern und Spendern für Ihre Unterstützung! Rund 700 Stunden hat er selbst in den letzten 2 Jahren fürs Museum zur Verfügung gestanden um dieses Projekt zum Abschluss zu bringen. Durch die hinzunahme der ehemaligen Kinderschwesternwohnung konnten drei neue Museumsräume geschaffen werden. Neu hinzu kamen der Raum der Stifter, sowie ein Raum der an die Geschehnisse im 19ten und anfänglichen 20. Jahrhundert erinnert.

 Die Ausstellung Otto Neubrand erhielt ebenfalls eine eigenen Raum. Im neu gestalteten so genannten Flachsraum wurden neben der Ausstellung vom Flachs zum Leinen das Zieglerhandwerk sowie eine Schuhmacherwerkstatt neu aufgebaut. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das neu restaurierte und ansprechend präsentierte Obstkabinett mit seinen über 50 Obstsorten.

 

Die Gussenstädter Modellfrüchte aus dem Jahre 1911 sind eine wahrhaft seltene Sammlung. Vermutlich sogar ein Unikat eines bisher unbekannten Künstlers. Nach Abgleichen mit zahlreichen anderen Modellfrüchte-Nachbildungen in vielen Museen im In- und Ausland darf dies mit Bestimmtheit gesagt werden. Die Vielfalt der alten anbauwürdigen Kernobst- und Steinobstsorten wird in den naturgetreuen Nachbildungen dem Naturfreund wie dem Kunstkenner gezeigt und für die Gegenwart dokumentiert.

  Der Leiter des historischen Archivs Heinz Scheiffele führte fachmännisch in die 96 Exponate umfassende Ausstellung "Glas im Licht" ein. Zu sehen sind Exklusive Glasobjekte des Art Deco aus den 1920er und 1930er Jahren der wichtigsten, kreativsten und produktivsten Zeit der NKA (Neue Kunst Abteilung) für die angewandte Kunst in der WMF AG Geislingen Steige. Die Prototypen und Einzelstücke des unter dem Marken "Ikora" und "Myra" vertrieben Glases, stammen aus dem Fundus des WMF-Archivs und sind Unikate, die in dieser Qualität und Vielfalt nur selten zu sehen sind. Ausstellungsmacher Willi-Martin Jäger, Vorstand der Stiftung Ursula-Stift Gussenstadt und Heinz Scheiffele Leiter des historischen Archivs der WMF AG, präsentieren einen einzigartigen, hochqualitativen Querschnitt der weltweit anerkannten schwäbischen Glasmacherkunst. In einem tiefschwarzen Hintergrund werden die Objekte mystisch illuminiert.

 Die Ausstellung würdigt den Pioniergeist von Hugo Debach, Generaldirektor der WMF, Mentor und Promoter von Glastechniker und Laborleiter Karl Wiedmann und dem Glasgraveur Karl Illenberger. Ihrer Glaspassion war Fundament ihrer Schaffenskraft; Nie Akademisch gebildet, schufen sie größtenteils experimentell solitäre Glasobjekte - völlig frei von gedanklichem Ballast. Das damalige unberechenbare verhalten der Metalloxide unter Temperatur und chemischen Substanzen wurde zur künstlerischen Konzeption, zum elementaren Gestaltungsmittel. Und zugleich ein wesentliches Erkennungsmerkmal der Kunst aus der WMF. Die Meisterwerke im Stil des Art Deco sind als Kreationen der Glaskunst ebenbürtig den Leistungen führender italienischer und französischen Meister, aber mit klarer Signatur der Alb. Einen kleineren Bereich der Ausstellung nimmt die Sammlung des in Gussenstadt wohnenden letzten Glasschleifermeisters der WMF Ruppert Lohmaier ein, er zeigt die zuletzt hergestellten Produkte aus der aufgelösten Glashütte der WMF.

 

 

23.3.06

Kein Kolonialwarenladen fürs Museum

Der geplante Einbau des Kolonialwarenladens muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden, persönliche Gründe der bisherigen Eigentümer und Leihgeber lassen einen Ausbau am bisherigen Standort nicht zu.

Die Stiftung Ursula-Stift bedauert dies sehr hat aber in seinem Fundus ein anders Objekt zum Einbau in den dafür vorgesehenen Museumsraum.
Mit einer Schusterwerkstatt soll die Lücke zumindest vorübergehend geschossen werden. Die geplanten Umbau und Erweitungsmaßnahmen im Museum werden deshalb weitergeführt.

Der Zuschuss aus EU und Landesmittel wird weiterhin gewährt da die Ladenausstattung nicht zum Förderumfang gehört.

6.12.05

Spendenaufruf zum erhalt des Ursula-Stift und Erweiterung des Museums

Der Stiftung "Ursula-Stift" wurde ein kompletter Kolonialwarenladen für das Museum angeboten. Diese einmalige Gelegenheit müssen und wollen wir als Verantwortliche der Stiftung, schon im Sinne der Stifter, nutzen um unser Museum noch attraktiver zu Gestalten. Hierzu sind einige Umbauarbeiten durchzuführen für welche wir eine stattliche Summe benötigten werden. Für diese Maßnahmen konnten wir einen Zuschuss aus EU- und Landesmitteln in Höhe von 24.800 Euro erhalten, welcher die Hälfte der Gesamtkosten deckt. Mit weiteren 10 Prozent will die Gemeinde das Projekt unterstützen. Ein nicht zu vernachlässigender Beitrag wird durch den Heimatverein und ehrenamtliche Helfer in Arbeitsstunden geleistet.

Als weitere Maßnahmen sind momentan ab 2007/08 in Planung, die Renovierung des Untergeschosses, die Renovierung der Außenfassade und Erneuerung der Fenster sowie die Neugestaltung des Hofraumes, so dass wir rechtzeitig zum 100jährigen Jubiläum im Jahre 2011 mit den dringend notwendigen Renovierungsmaßnahmen fertig währen. Auch hierzu werden wir natürlich versuchen, entsprechende Zuschüsse zu erhalten.

Probleme bei der Verwirklichung dieser Pläne bereiten nicht nur die begrenzten Finanzmittel der Stiftung sondern auch die Tatsache, dass das Gebäude seit 1989 unter Denkmalschutz steht, was zu wesentlich höheren Kosten führt als eigentlich notwendig wäre.

Leider ist der Ertrag aus dem vorhandenen Stiftungskapital nicht ausreichend um dieses Vorhaben allein aus Stiftungsmitteln zu finanzieren.

Wir bitten deshalb um ihre Unterstützung durch Ihre Spende oder Zustiftung.

Wenn Sie uns unterstützen wollen
setzen Sie sich mit unserem
Museumswart Herrn Jäger
Tel 07323919136 in Verbindung.
Wir danken heute schon für Ihre Hilfe!

© Willi-Martin Jäger Gussenstadt letzte Änderung 23.04.2012

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