Übernahme durch das Ursulastift

Als im Jahre 1994 die Werkstatt des Korbmachermeisters Valentin Thierer in der Offengasse 2 durch Schenkung seitens der Erbengemeinschaft der Ursulastiftung vermacht wurde, hatte der Vorsitzende der Ursulastiftung, Hans Peter Kaelble, die Idee, dieses Gebäude mit der Schmiede, welche zum Haus Ofengasse 1 gehörte zu tauschen.

Der Verwaltungsrat stimmte diesem Ansinnen zu, vor allem auch deshalb, weil die alte Schmiede direkt am Areal der Ursulastiftung liegt, also zukünftig als zusammengehöriger Baukomplex betrachtet werden kann. Am 13.7.1995 wurde ein Kaufvertrag geschlossen und das Gebäude damit in die Ursulastiftung eingebracht.

Aussenansicht 1995 bei Übernahme durch das Ursulastift

Vorgefunden wurde zunächst ein stattliches Gerümpellager und es galt, dieses nun auszuräumen und zu entsorgen.

Diese unvergessliche Aktion unternahm der Verwaltungsrat im Herbst.

Unvergesslich deshalb, weil im Dachbodenbereich eine unendliche Anzahl von Hufeisen und „Büschala“ zu entsorgen waren. Am Abend standen sich ca. 12 staubige Brüder gegenüber - man hörte anschließend von verstopften Abflussrohren.

Wilhrelm Thierer bei den Aufräumarbeiten

Im November 1995 wurden vom Verwaltungsrat die Sanierungsarbeiten am Gebäude an die Firmen Muttscheller und Neuhäuser in Gussenstadt und die Firmen Kienle und Fronmüller in Gerstetten sowie der Firma Seibold in Bräunisheim vergeben. Die finanzielle Grundlage für diese Renovierungsarbeiten bildeten die Nachlässe von Valentin Thierer, Gussenstadt sowie von Georg Thierer in Steinheim.


© Willi-Martin Jäger Gussenstadt letzte Änderung 23.04.2012

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