Stiftungszweck

§ 3 der Stiftungssatzung vom 25 Mai 1911

Der Hauptzweck der Stiftung soll sein: eine Stätte zu Schaffen, die Platz bietet für alle Veranstaltungen, welche eine Bereicherung und sittliche Hebung des ländlichen Lebens in sich schließen und sie soll daher folgenden Gemeinnützigen Zwecken dienen:

1. zur Einrichtung einer Kleinkinderschule nebst Wohnung für die Lehrerin. (seit 

2. zur Abhaltung von Gemeindeabenden, welche der Belehrung und Unterhaltung durch Vorträge, musikalische und künstlerische Aufführungen und dergleichen, gewidmet sind,

3. zur Abhaltung des Konfirmandenunterrichts

4. zur Abhaltung von Bibelstunden

5. als Versammlungsort des Lesevereins, eines Jünglings-, Jungfrauen-, und Missionsvereins für die Unterbringung der Bibliotheken dieser Vereine ist ein besonderes Zimmer vorgesehen.

6. als Versammlungsort des Gesangsvereins sowie
7. als Versammlungsort des Kirchenchors zur Abhaltung ihrer Gesangsproben

8. als Versammlungsort der genannten und anderer Vereine bei größeren Veranstaltungen, welcher edler Geselligkeit gewidmet sind und nicht zu politischen Zwecken verwendet werden, wobei die vorhanden drei Säle zu einem Saal vereinigt werden können,

9. zur Abhaltung von Kochkursen in der im Untergeschoß einzurichtenden geräumigen Küche,

10. ferner sind im Untergeschoß Räume vor gesehen, welche im Bedarfsfall zu einer Badeeinrichtung verwendet werden können,

11. endlich für andere im Laufe der Zeit für die Gemeinde notwendige oder nutzbringende Einrichtungen,

12. der anstoßende Garten bleibt der Kinderschule als Spielplatz für Kinder vorbehalten,

13. in dem für ein Ortsmuseum vorgesehenen Raum werden Altertümer gesammelt, Schmuck, Gefäße, Trachtenstücke, Möbel und Geräte und Merkwürdigkeiten aus früheren Zeiten,

14. ferner ist beabsichtigt in diesem Museum eine naturwissenschaftliche Sammlung für den Anschauungsunterricht der Schule einzurichten, welche u.a. enthalten soll:
a. eine Aufstellung unserer Singvögel und Nutzvögel mit Nest, Gehege usw.
b. Säugetiere und niedere Tiere,
c. Getreidearten, Nutzgräser und seltene Pflanzen der Ortsumgebung,
d. Holzarten,
e. Versteinerungen und Nutzgesteine u.s.w.

15. eine besonderes Gebäude bildet die Turn- und Sporthalle, welche zum Andenken an meinen verstorbenen Vater, Jakob Thierer, den Namen "Jakobshalle" führen soll; sie hat sowohl dem Turnverein als auch dem schulpflichtigen Turnen zu dienen, auch können Vereine, die sonst einen Sport treiben, welcher der Förderung des leiblichen Wohles dient, daselbst ihre Übungen abhalten, wie auch Gemeinde- oder Bürgerversammlungen, die Interesse des Gemeindewohles stattfinden, dort selbst abgehalten werden können; für turnerische oder theatralische Aufführungen ist eine transportable Bühne vorhanden,

16. das Haus Nr. 23 soll als Wohnstätte für eine Gemeindekrankenpflegeschwester dienen,

17. das Grundstück Nr.275 am Nordende des Friedhofs soll meinen Eltern, meinen beiden Brüdern Wilhelm und Georg und mir selbst als Begräbnisstätte dienen; in diese dürfen andere Personen, als die genannten, nicht aufgenommen werden. Die Stiftung ist zu dauernder Unterhaltung und Pflege des Grundstücks und des Grabdenkmals verpflichtet.

© Willi-Martin Jäger Gussenstadt letzte Änderung 23.04.2012 Home